„Ein gutes Gefühl, zu helfen“

Schüler des Berufsgrundbildungsjahres Metalltechnik bauten vier Bänke für die Rothenbergschule

 

Zu recht stolz auf ihr Werk sind die Schüler des Berufsbildungszentrum. die die Bänke für die Rothenbergschule gebaut haben.
Zu recht stolz auf ihr Werk sind die Schüler des Berufsbildungszentrum. die die Bänke für die Rothenbergschule gebaut haben.

 

Bericht: Wochenspiegel / Neunkirchen, 12.04.2017

 

DIRMINGEN

 

„Die Kinder haben sich über die Bänke gefreut, das ist für uns ein gutes Gefühl“, findet Niklas. Gemeinsam mit einer Gruppe von Schülern des Berufsgrundbildungsjahres Metalltechnik am Technisch-gewerblichen und sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum Neunkirchen baute der 15-Jährige unter Anleitung seiner Lehrwerkmeister Thomas Stuhlsatz und Sven Beiche vier Bänke für den Spielplatz der Rothenbergschule, einer von der Lebenshilfe Neunkirchen getragenen Förderschule im Eppelborner Ortsteil Dirmingen. Nachmittags wird der Spielplatz auch von den Kindern des Ortes genutzt.

 

„Die Schüler hier können sich die Bänke nicht selbst bauen, deshalb haben wir geholfen“, ergänzt der 17-jährige Bruno. „Es war sehr viel Arbeit, wir mussten flexen, schweißen und zusammenbauen, aber wir haben es gerne getan“, erzählt der 15-jährige Alessio. „Wir haben uns alle gegenseitig unterstützt“, führt die 16-jährige Shirin weiter aus, das einzige Mädchen der Gruppe. Es sei ein gutes Gefühl gewesen, zu helfen, ergänzt der 16-jährige Maurice. „Die Schüler waren gleich mit Begeisterung dabei“, freut sich Thomas Stuhlsatz. Eine Holzspende habe den Bau der Bänke ermöglicht.

 

Der Kontakt zur Rothenbergschule sei durch seine Schwägerin Margit Kunz entstanden, die an der Rothenbergschule arbeitet. „Unseren Werkstufenschülern ist der Umgang mit Holz nicht unbekannt“, informierte Jenny Lauer, die Leiterin der Rothenbergschule. Das Team der Lebenshilfe- Einrichtung fördere auch das praktische Arbeiten der Schüler.

 

Schule nach außen öffnen

 

„Wir wollen das Berufsbildungszentrum durch solche Aktionen nach außen öffnen“, unterstrich Schulleiter Bernd Hussong beim Besuch in der Rothenbergschule. Da seien Projekte wie der Bau von Sitzbänken für eine Förderschule sehr willkommen, um Selbstvertrauen und Fachkompetenzen der Schüler mit realen Aufträgen zu fördern. Zusätzlich erweitere der Kontakt und die Zusammenarbeit mit den Förderschülern das soziale Miteinander und das gegenseitige Verständnis ganz im Sinne der inklusiven Beschulung. Besonderen Wert lege man auf die berufliche Orientierung der Jugendlichen im Landkreis. Im Berufsgrundbildungsjahr werden Schüler mit fehlenden allgemeinbildenden Abschlüssen und Jugendliche unterrichtet, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Die Förderschüler freuten sich nicht nur über das Aufstellen der Bänke, sondern auch über den Besuch selbst. „Da wir ein gastfreundliches Haus sind, haben wir die Besucher zum Frühstück und Mittagessen eingeladen“, informierte Konrektorin Monika Peter-Dörr. „Wir haben Kuchen gebacken und Brötchen für das Frühstück belegt“, erzählt die 17-jährige Anna stolz. Der gleichaltrige Kevin hat mitgeholfen und gekehrt.


„Ihr habt einen Meilenstein erreicht“

Die Abschlussbesten am TGBBZ Neunkirchen. Foto: Jörg Jacobi
Die Abschlussbesten am TGBBZ Neunkirchen. Foto: Jörg Jacobi

 

20. März 2017, Saarbrücker Zeitung

Von Dennis Langenstein

 

 

106 Schüler feierten ihren Abschluss am Technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrum in Neunkirchen.

 

106 Schülerinnen und Schüler verließen am Freitagabend das Technisch-gewerbliche Berufsbildungszentrum in Neunkirchen mit ihren Abschlusszeugnissen in der Hand. Ein Novum für Schulleiter Bernd Hussong war dabei, dass es in seiner 22-jährigen Dienstzeit zum ersten Mal gelang, die Gesellenbriefe der Kammern, der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der Handwerkskammer (HWK), an einen Abend zu verleihen. „Es ist ein großer Schritt in eurem Leben. Ihr werden bald auf eurem Bankkonto merken, dass sich nach der Ausbildung etwas geändert hat“, erklärte Hussong. „Und ihr werdet feststellen, dass ihr nicht mehr diejenigen seid, die fragen müssen, wie etwas geht, sondern, dass ihr nun diejenigen seid, die gefragt werden.“ Die Grundlage für eine erfolgreiche Weiterbildung sei gelegt. Hussong drückte die Hoffnung aus, dass jeder seiner ehemaligen Schützlinge nicht nur seinen Beruf, sondern seine Berufung gefunden habe.

 

„Ihr habt einen Meilenstein erreicht, Grund genug, um erst einmal durchzuatmen“, erklärte der Neunkircher Landrat Sören Meng, der neben Bürgermeister Jörg Aumann sowie dem St. Wendler Schuldezernenten Uwe Luther kam, um den Absolventen zu gratulieren. Doch lebenslanges Lernen sei für den beruflichen Erfolg unerlässlich: „Erst genießen, dann weiter lernen. Das bringt ihnen und unserer Gesellschaft Erfolg“, so Meng, der bei der Feierstunde auch ankündigte, dass in die Berufsschule aus dem Jahr 1974 in den kommenden Jahren viel Geld fließen soll. Fünf Millionen stünden für eine erste Bauphase bereit. Auf die Chancen und Möglichkeiten der jungen Absolventen ging auch Stefan Emser, Teamleiter Berufsausbildung bei der HWK, ein, bevor es zusammen mit Mathias Lauer, Ausbildungsberater für technisch-gewerbliche Berufe bei der IHK, und den Lehrern zur Zeugnisausgabe kam: „Auf euren Abschluss könnt ihr stolz sein. Der Notenspiegel ist beeindruckend, doch jetzt seid ihr noch nicht am Ende. Gut ausgebildete Fachkräfte haben die besten Chancen.“ Allerdings waren da schon einige der ehemaligen Schülerinnen und Schüler weiter. Daniel Scherer hat sich nach seinen erfolgreichen Abschluss als Konstruktionsmechaniker bereits neue Ziele gesteckt: „Es ist gut, dass der Abschnitt vorbei ist, jetzt geht es für mich auf der Meisterschule weiter.“ Bei Stefanie Schmidt, die zur Industriemechanikerin wurde, stand die Erleichterung an dem Abend an erster Stelle, doch sie will weiter die Schulbank drücken, dann aber auf der Fachoberschule.

 

Lob und viel Dank richtete Manuela Niedermeier, Abteilungsleiterin Metalltechnik an der Berufsschule, an den Kollegen Karl-Heinz Six, der in den Vorjahren die Abschlussfeiern organisierte und im kommenden Sommer der Schule verlassen wird. Die 15 Besten auf einen Blick: Sven Feldpausch, Sebastian Müller, Dennis Gouverneur, Yannik Gebhart, Florian Kempf, Dominik Zimmer, Patrick Bach, Daniel Scherer, Oliver Charoensuk, Hans-Jürgen Kurz, Stefanie Schmidt, Alexander Müller, Marvin Lerner, Lukas Stein, Dominik Schaal.


Besuch der Bildungsmesse didacta

Am 17. Februar besuchten 40 Kinderpfleger/innen die weltweit größte Fachmesse für den Bereich Bildung in Stuttgart. Mit dem Bus ging es direkt zu dem umfangreichen Fortbildungsprogramm der Messe. In den Vorträgen und Mitmachaktionen zur frühen Bildung, z.B.  "Sprache aus dem Koffer" gewannen unsere Schüler Einblicke, die sie dann selbst in den Kitas umsetzen können. Hierbei helfen ihnen sicherlich auch die reichlich gefüllten Taschen, ein Mitbringsel der vielen Stände, um den Endspurt der Ausbildung motiviert zu bestreiten.


Unser Tag der offenen Tür am 18. Februar 2017


Besuch der Austauschschüler aus Krakau

Vom 29. September bis zum 08. Oktober 2016 besuchten 15 Schüler und drei Lehrer aus dem polnischen Krakau das TGS BBZ in Neunkirchen.

Der Schüleraustausch fand im Rahmen des von der EU initialisierten Programms Erasmus+ statt. Dieses Programm ermöglicht das gemeinsame Arbeiten an einem Projekt, das sich mit moderner Messtechnik beschäftigt, genauer gesagt, um statistische Prozesskontrolle (SPC) in der industriellen Serienfertigung. Die Schüler sollen eine Messvorrichtung selbst konzipieren und konstruieren, mit der sich dann Aussagen über die Qualität der selbst produzierten Teile machen lässt. Dazu wurden die Schüler vier Tage lang in

Theorie und Praxis geschult.

Doch bevor es an das Arbeiten ging, startete der 10-tägigen Besuch für unsere Gäste mit dem gemeinsamen Besuch des Baumwipfelpfades an der Saarschleife in Mettlach. Auch Besuche der Städte Speyer, Trier und Straßburg standen auf dem Programm um Land und Leute besser kennenzulernen.

Der Gegenbesuch von 12 Schülern unserer Schule findet nächstes Jahr statt. Das technische Projekt wird dann vor Ort in Krakau

fertiggestellt und der Öffentlichkeit präsentiert. Nach der Rückkehr nach Deutschland folgt die Präsentation in unserer Schule.