Hände hoch fürs Handwerk

Bericht: Saarbrücker Zeitung, 29.01.2018 von Marc Prams

Moritz Merbach (3. von links), Feinmechaniker im Maschinenbau, befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr. Er zeigt Landrat Sören Meng und dem Präsidenten der HWK, Bernd Wegner (Mitte links), wie eine Drehmaschine funktioniert.
Moritz Merbach (3. von links), Feinmechaniker im Maschinenbau, befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr. Er zeigt Landrat Sören Meng und dem Präsidenten der HWK, Bernd Wegner (Mitte links), wie eine Drehmaschine funktioniert.

HWK und Wirtschaftsförderung wollen mit einer gemeinsamen Kampagne für Fachkräftesicherung sorgen.

 

Als Bernd Hussong den Neunkircher Landrat Sören Meng am Freitag als den „Besitzer dieses Ladens“ begrüßte, war in diesen Worten vieles verpackt, was den Anlass des Treffens anging. Denn Hussong, Schulleiter des Technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrums (TG BBZ) in Neunkirchen, begrüßte neben den Bürgermeistern der hiesigen Kommunen auch zahlreiche Vertreter des Handwerks. Gemeinsam waren sie zur Auftaktveranstaltung der Kampagne „Hände hoch fürs Handwerk“ in seinen „Laden“ gekommen. Und da dieser „Laden“ nicht mehr der allerneueste ist, wird er in diesem Jahr von Grund auf saniert. Und von wem? Von Handwerkern natürlich.

 

Da der lange prognostizierte Fachkräftemangel längst Realität ist, wird es höchste Zeit, fürs Handwerk die Werbetrommel zu rühren. Das haben auch die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) im Landkreis Neunkirchen längst erkannt, die mit dieser Kampagne gemeinsam mit den regionalen Handwerksbetrieben und Schulen für eine Ausbildung im Handwerk werben wollen. Überdies ist es das Ziel, mit öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen über die Themen Energie-Effizienz, energetische Gebäudesanierung oder erneuerbare Energien zu informieren.

 

„Die Kampagne ist ein wichtiger Baustein, um das Handwerk in unserer Region zu stärken. Denn wir möchten unseren Landkreis im Bereich der Fachkräftesicherung und auch hinsichtlich der Energie-Effizienz zukunftsfähig aufstellen“, betonte Landrat Meng. Dabei sei es wichtig, dass auch künftig genügend Handwerksbetriebe ihren Standort im Kreis Neunkirchen hätten. Meng bedankte sich bei den Bürgermeistern für ihr Kommen, denn es sei an ihnen, diese Kampagne in die Kommunen zu transportieren.

 

HWK-Präsident Bernd Wegner erklärte, dass die Fachkräftesicherung eine der zentralen Herausforderungen für das saarländische Handwerk sei. „Die konjunkturelle Lage für das Handwerk könnte derzeit nicht besser sein, die Auftragsbücher sind voll. Gleichzeitig fehlen häufig Fachkräfte, um die Aufträge von Kunden zeitnah durchzuführen“, so Wegner. „Mit der Kampagne zeigen wir, dass das Handwerk insbesondere durch die Energiewende oder die Umsetzung der bundesweiten Klimaschutzziele sehr gute Zukunftsperspektiven bietet.“

 

WFG-Geschäftsführer Klaus Häusler, der sich dafür stark gemacht hat, dass die Kampagne mit der Unterstützung aller Bürgermeister im Kreis durchgeführt wird, ging auf den Ablauf von „Hände hoch fürs Handwerk“ ein: „Mit insgesamt sieben Veranstaltungen im Bereich Energie-Effizienz und einigen Veranstaltungen an Schulen sind wir in diesem Jahr in allen sieben Städten und Gemeinden präsent. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Handwerksbetrieben stärken wir das öffentliche Bewusstsein für Maßnahmen im Bereich Energie-Effizienz.“ In praxisnahen Veranstaltungen an Schulen soll Schülern und Eltern gezeigt werden, welche Möglichkeiten eine Ausbildung im Handwerk bietet.

 

Schüler des TG BBZ, die am Tag der Zeugnisausgabe extra länger in der Schule geblieben waren, gaben den Gästen dann einen Einblick in ihre Ausbildung und trugen mit frisch zubereiteter Currywurst zum Gelingen der Auftaktveranstaltung schmackhaft bei.

Die Kampagne „Hände hoch fürs Handwerk“ nimmt im März mit einem Tag der offenen Tür in der Baustelle der Brauturm-Galerie in Illingen Fahrt auf. Das gesamte Programm bis Oktober findet sich demnächst online:
www.saar-lor-lux-umweltzentrum.de/haendehochfuershandwerk

 

Audiobeitrag zur Veranstaltung vom SR1

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„Haben wir bald keine Smartphones mehr?“

Mit dieser Frage fasst ein Schüler des TGS Berufsbildungszentrums Neunkirchen seinen Besuch bei der Informationsveranstaltung am 07.09.2017 zusammen. Rund 400 Schüler konnten an der Multivision „Reduse“ teilnehmen, die bundesweit drei Jahre an Schulen unterwegs ist. Das von der UNESCO als Nachhaltigkeitsbildung anerkannte Projekt wurde von der Sparkasse unterstützt und stand unter der Schirmherrschaft des Landrats Soeren Meng. Am Jägermeisterpfad 4 blickte man dabei auf die Zusammenhänge rund um die übermäßige Nutzung der Rohstoffe auf unserer Erde. Eine Aufforderung zum Mitdenken, die sehr überzeugend von den beiden Moderatoren der Multivision aus Hamburg dargeboten wurde.

Im Bild v.l.n.r.: Christian Mildenberger (Sparkasse Neunkirchen), Monika Hack (Lehrerin, Organisatorin der Veranstaltung), Kai Menkenhagen (Moderator der Multivision), Jonas Lass (Moderator der Multivison), Bernd Hussong (Schulleiter)
Im Bild v.l.n.r.: Christian Mildenberger (Sparkasse Neunkirchen), Monika Hack (Lehrerin, Organisatorin der Veranstaltung), Kai Menkenhagen (Moderator der Multivision), Jonas Lass (Moderator der Multivison), Bernd Hussong (Schulleiter)

Zeitzeugen hautnah im Sozialkundeunterricht

Die Berufsschulklassen der Bauberufe hatten zum Thema „LebendigeGeschichte“ im Fach Sozialkunde am 20.05.2016 Frau Doris Deutsch (Witwe des KZ-Überlebenden Alex Deutsch) aus Wiebelskirchen und Herrn Döring vom Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel zu Gast. Sie informierten etwa 50 Schüler über den Leidensweg von Alex Deutsch während der Nazi-Zeit in Deutschland und seinen weiteren Lebensweg. Es konnte sowohl ein Film über ihn, als auch verschiedene Dokumente und Auszeichnungen gezeigt werden.

 

 

 Als weitere Zeitzeugen waren am 24.06.2016 Frau Hornung aus Saarbrücken und Herr Toni Holweck aus Neunkirchen im Sozialkundeunterricht. Beide müssten 1935 als Kinder mit ihren Eltern aus dem Saarland flüchten, weil diese im Rahmen der Volksabstimmung am 13. Januar 1935 für den "Status quo" engagiert hatten. Wären sie nicht nach Frankreich emigriert, hätte das ihren sicheren Tod bedeutet. Denn die Nazis verfolgten alle, die nicht für einen Anschluss des Saarlandes an das Deutsche Reich stimmen wollten. Eindrucksvoll schilderten beide ihr Schicksal, das mit Bildern und Dokumenten dieser Zeit hinterlegt werden konnte.

 


Informationsveranstaltung der Firma Stabila

Am 25. April besuchte Frau Hagmaier von der Firma Stabila Messgeräte aus Annweiler unsere Schüler. Sie schulte die Auszubildenden im Bereich Messtechnik und stellte die Messgeräte vor.